Antweiler

Antweiler

... wird als “weiler”  = Ort zuerst 975 in der Grenzbeschreibung der Pfarrei Reifferscheid genannt und gehörte zum Herzogtum Aremberg. Es liegt am oberen Ahrlauf und hat ca. 700 Einwohner. Um 1316 erscheint erstmals in den Urkunden eine Pfarrkirche in Antweiler. Diese alte Kirche ist nicht mehr erhalten, aber Mauerreste und ein großes, weithin sichtbares Kreuz auf der Altarstelle erinnern an sie. Die jetzige Kirche wurde 1762 erbaut und mit einem Glockenturm im Jahre 1959 erweitert. Die Kommunionbank aus der alten Kirche ist immer noch vorhanden.

Sehr bedeutsam war früher für Antweiler die Eisenindustrie, die aber heute nicht mehr existiert. Am Eingang zum Limbachtal sieht man noch die alten Schlackenhalden und Überreste der ehemaligen Erzgruben. Das “Aremberger Eisen” hatte einen guten Ruf und wurde auch ins Ausland verkauft. Eine Besonderheit waren die auf der Eisenhütte in Antweiler gegossenen Takenplatten, die zu den ältesten deutschen Ziergussstücken gehören. In manchen Häusern sind sie noch als Wand- oder Ofenschmuck zu finden, z. B. auch im Schullandheim Antweiler.

Die normalerweise ruhig dahinfließende Ahr verwandelt sich bei starkem Regen oder bei der Schneeschmelze in einen reißenden Strom. Das Hochwasser hat schon oft großen Sachschaden angerichtet und auch Menschenleben gefordert.